„Mama, da lang!“- oder wie unser Heimweg plötzlich 4 Stunden lang andauerte….

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Eigentlich wollte ich ja gestern nach der Kita mit der kleinen in die Stadt fahren, kurz ein wenig Putzzeug einkaufen und dann den Heimweg einschlagen. Eigentlich…denn kaum dass wir die Kita verlassen hatten, schlug das Krümelmonster einen völlig anderen Weg ein. „Mama, da lang!“ rief sie und zeigte in Richtung des katholischem Kindergarten, neben dem eine Bushaltestelle liegt an der wir oft einsteigen. Ich nahm also an, dass sie dies vorhatte und gab ihr nach. Doch vor dem Kindergarten bog sie auf einen steilen Weg hinab, der zu ihrem Lieblingsspielplatz führte. Es war also klar wohin sie wirklich wollte.

In den letzten Wochen kamen solche Ausflüge aus mehreren Gründen einfach zu kurz. Krankheiten, Stress, Arbeit, das miserable Wetter. Es gab immer einen Grund warum der Spielplatz flachfallen musste. Deshalb warf ich kurzerhand meine Pläne über den Haufen, nahm das Krümelmonster an die Hand und rannte mit ihr zum Spielplatz. Es war herrlich! Sie lachte aus vollem Halse und rief dabei die ganze Zeit „Schneller! Schneller!“ Der Wind blies uns um die Köpfe, ein paar einzelne Sonnenstrahlen verirrten sich zwischen den Wolken hindurch zu uns und wir genossen den Rausch der Geschwindigkeit. Und auch wenn ich mich wiederhole: Es war so, so, soooo herrlich!

Wir tobten auf allen Geräten herum, schaukelten, rutschten und kletterten. Dabei quiekte sie die ganze Zeit vergnügt und ab und an stürzte sie auf mich zu und fiel mir um den Hals um mir ein Küsschen zu schenken. Es tat so gut sie so unbeschwert zu sehen, wie sie lachte und strahlte und gefühlte 385696234560 mal die Rutsche hinunter sauste. Der img_20161115_150905Spielplatz an sich ist in zwei Teile aufgeteilt: Der Bereich für die Kleinkinder und der Teil für die größeren. Im zweiten Bereich gab es eigentlich dieselben Geräte wie im ersten, nur dass sie eben höher waren. Nachdem wir also lange auf dem kleinen Klettergerüst herumgetollt sind, wollte das Krümelmonster unbedingt aufs große Gerüst. Ich hatte zuerst Angst und dachte dass dies einfach noch zu hoch für sie wäre. Doch nach anfänglichen Schwierigkeiten schafften wir es mit vereinten Kräften, dass Krümelmonster hinauf zu bugsieren. Ich kann euch gar nicht sagen wir stolz wir beide in diesem Moment waren. Die Kleene sprang freudig hoch und ab und rutschte mit lautem Geschrei hinab. Immer und immer wieder wollte sie das wiederholen und das tat sie auch.

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Nach weit mehr als einer Stunde brachen wir dann aber doch langsam auf. Leider fuhr in der nächsten Zeit kein Bus, weshalb wir laufen mussten. Wir hatten ein ganzes Stückchen Weg vor uns, doch das Krümelmonster schlug sich wacker. Wir liefen am Rheinufer entlang und genossen den herrlichen Blick über den Fluss. Immer wieder blieben wir stehen und sahen uns um, atmeten tief durch und genossen diesen schönen Moment. Für den Rückweg brauchten wir fast eine dreiviertel Stunde. Mal lief die Kleene an meiner Hand, mal trug ich sie damit sie ihre kleinen Füßchen ausruhen konnten. Kurz bevor wir die Stadt erreichten, gähnte sie dann zum ersten mal – und ich gleich mit. Wir waren beide schon müde, doch ein paar Dinge musste ich einfach noch erledigen.

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Im DM unseres Vertrauens war dann jegliche Müdigkeit wie weggeblasen. Die Kleene stürzte sich auf einen Einkaufswagen für Kinder und rannte quiekend durch den Laden. Sie freute sich über jede Waschmittelpackung und jeden Haushaltsschwamm den sie in den Wagen legen durfte. Kurz bevor wir die Kasse erreichten, entdeckte sie eine Packung Gummibärchen, blinzelte mir zu, lies hier liebstes „Bitteschön!“ erklingen und schnappte sich vor Freude strahlend eine Packung, die wir auf dem Heimweg gemeinsam vernaschten.

Nach all dieser Aufregung, dem großen Spaß auf dem Spielplatz und dem langen Fußmarsch, beschloss ich das Krümelmonster noch zu einer heißen Schokolade in dem Bistro einzuladen, in dem ich arbeite. Das machten wir beide oft so, wenn wir in der Stadt waren um einzukaufen. Wir ließen den Tag also ruhig und beschaulich dort ausklingen, die Kleene durfte wieder dabei helfen Tische abzuräumen und wir beide fielen am Ende des Tages glücklich und müde ins Bett. Zwar nur bis Mitternacht, aber das ist eine andere Geschichte….img_20161115_151525

Heute und morgen darf das Krümelmonster übrigens zu Hause bleiben. Einfach weil ich frei habe und basteln, kuscheln, malen, zusammen kochen und lesen will. Es wird sicher  bald wieder genug stressige Zeiten geben, in der ich nicht mal eben wieder um vier Stunden unseren Tagesplan verschieben kann, da muss ich die Zeit jetzt doch umso intensiver nutzen.

Euch noch einen schönen Abend

Eure Gunzlinger Mum Marika

Wenn Wege sich trennen

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In den letzten Jahren ist so viel passiert, es gab so viel Mist den wir bewältigen mussten. Wir kämpften, immer und immer weiter. Wir versuchten Lösungen zu finden, Wege um miteinander alles zu schaffen. Wir redeten, stritten, litten, weinten und irgendwann kam der Punkt, an dem wir uns eingestehen mussten, dass wir gescheitert sind. So viel haben wir zusammen erlebt, so viel geschafft und doch hat es am Ende einfach nicht sollen sein. Doch seit wir uns dies eingestanden haben und dieser Moment liegt nun schon einige Wochen zurück, geht es uns besser. Wir lachen wieder, fühlen uns einfach freier, gehen wieder lockerer miteinander um. Wir gehen ruhig und sachlich an die Sache ran, ohne Streit und Kummer. Wir reden sehr viel über alles, darüber wie es weitergeht, wie wir das Krümelmonster mit der neuen Situation vertraut machen wollen, wie wir all das was wir uns zusammen angeschafft haben aufteilen wollen.

Und doch tut es weh, fühlt es sich an wie Versagen. Die Reaktionen darauf waren sehr gemischt. Von Tränen über Unverständnis und der Frage ob es sich denn nicht zu kämpfen lohne. Alle wissen auch noch nicht von unserer Trennung, keine Ahnung warum. Vielleicht, weil es weh tut immer und immer wieder die gleichen Fragen zu beantworten. Vielleicht, weil man manchmal nicht erklären soll wieso es scheiterte, ohne schlecht über sich selbst oder den Menschen zu reden, den man einst mehr liebte als sich selbst.

Doch nun heißt es den Kopf zu heben, nach vorne zu schauen, zu überlegen wie man sein Leben weiter leben möchte. Es gab etwas, dass war direkt klar: Ich hole meine Mama zu uns. Meiner Mama geht es gesundheitlich nicht sonderlich gut, zudem wohnt sie einfach sehr weit weg. Wir sehen sie kaum und sie fehlt mir unfassbar dolle. Also wird das hier bald eine drei Generationen Wohnung. Und ich freue mich so sehr darauf!

Bevor die ganzen Umzüge anstehen, kommt erst mal Weihnachten und Silvester und die Besuche meiner beiden hinreißenden Schwestern. Wir hoffen auf Schnee und eine wundervolle und besinnliche Zeit. Und ja, wir feiern zusammen und das soll auch so bleiben, schließlich sind wir auch nach der Trennung immer noch Eltern und unser Krümelmonster soll großartige Weihnachten erleben. Wir versuchen auch weiterhin an einem Strang zu ziehen, als Eltern gemeinsam zu fungieren. Sie soll nie das Gefühl haben sich entscheiden zu müssen oder dass nur einer von uns für sie da ist. Denn sie ist das kostbarste das wir haben, das schönste Geschenk das man nur erhalten kann, das wundervollste, schönste, aufregendste, verrückteste, atemberaubendste, klügste, niedlichste, verschmustestes kleine Wesen das mir je begegnet ist. Sie ist eben unsere Tochter, auch wenn wir bald nicht mehr Mann und Frau sind.

 

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#WiB – Chaos und Schweinebraten

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An diesem Wochenende ging irgendwie alles schief….schön war es trotzdem. Alles begann am Donnerstag, eine Stunde nach Dienstbeginn, mit dem Anruf der Kita. Das Krümelmonster hatte Fieber und ich somit Feierabend. Nachdem Mittagsschlaf hatte sie jedoch kaum noch Temperatur, weshalb ich davon ausging sie am Freitag wieder in die Kita bringen zu können. Tja, Pustekuchen…

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….stattdessen stieg ihre Temperatur nachts auf beinahe 39 Grad an. Wir blieben also zu Hause, kuschelten, ruhten uns aus und malten ganz ganz viel. Das Krümelmonster schlief sehr früh ein, wachte jedoch sehr oft weinend auf. Die Nacht auf Samstag wurden daher sehr sehr unruhig und ich kam nur auf etwa drei Stunden Schlaf. Tja, so ist das eben mit ’nem kranken Kleinkind.

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Der Samstagmorgen begann dann erst mal mit der ersten Fuhre Wäsche. Auf Arbeit war an diesem Tag die Hölle los (ein typischer Samstag eben) und ich wollte danach nur noch ins Bett. Gegen 11 Uhr Mittags rief jedoch der Mann an, er müsse zum Notfalldienst und ich könne das Kindchen nach der Arbeit am anderen Ende der Stadt bei den Schwiegereltern abholen….Eigentlich war der Plan einzukaufen und dann gleich den Schweinebraten mit Malzbiersoße anzusetzen und dann mit dem Töchterchen zu basteln….Eigentlich…

Der Heimweg am Rheinufer entlang war dafür sehr schön und das Krümelmonster rannte weder weg, noch bekam es einen Trotzanfall. Yeah! Und dem kleinen Mauli schien das herrliche Wetter auch zu gefallen.

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Der anstrengendste Part des Heimwegs: dieser hier so unscheinbar wirkende, aber sehr steile Hügel, den es zu erklimmen galt.

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Drei Stunden nach dem Feierabend kamen wir dann zu Hause an. Ja, mit zwei mal durch die gesamte Stadt laufen (einmal davon mit ’nem sehr neugierigem  Kleinkind an der Hand), einem kurzen Aufenhalt bei den Schwiegereltern und einkaufen in einem vollkommen überfüllten Kaufland, dauerte es tatsächlich fast genau 3 Stunden, um Heim zu kommen. Dafür war der Braten mit Brezelknödeln umso köstlicher! Übrigens war dies die erste Mahlzeit, die das Krümelmonster mir Messer und Gabel zu sich nahm. Ja, wir haben es ausprobiert und es klappte erstaunlicherweise echt gut.  (Der Revolvermann kam an diesem Abend übrigens erst um halb zehn nach Hause)

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Am nächsten Morgen durfte ich dann wieder arbeiten. Um halb neun stand ich jedoch ganz alleine vor dem Bistro, da an diesem Tag irgendwie alle später kamen….

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Zum Mittag zauberte mir dann eine meiner liebsten Kolleginnen dann auch ein oberleckeres Spiegelei mit Tomaten, Zwiebeln und Brie. Yammi!

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Vom Trinkgeld kaufte ich dem Krümelmonster dann noch ein gar köstliches Eis in unserer liebsten Eisdiele. In einem pinken Becher. Mit ordentlich Schlagsahne. Und Smarties! Das Krümelmonster war hellauf begeistert und schlapperte es genüsslich auf, nachdem sie mir mehrfach anbot zu teilen. Hach, da freut sich das Mutterherz❤

Der restliche Tag verlief dann nicht mehr ganz so harmonisch. Das Kind bekam plötzlich wahnsinnig schlechte Laune und lies sich auch durch nichts aufheitern. Erst als ich die Reste vom Braten mit Kartoffelbrei, Soße und gebratenen Zwiebeln auftische, lächelte sie wieder. Danach entspannte sie dann noch in der Badewanne und kam endgültig zur Ruhe.

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Gegen halb neun (ja, so früh bin ich wirklich ins Bett gegangen) verzog ich mich mit meinem neuen Lesestoff von einer meiner Lieblingsautorinnen ins Bett. Ich schafte noch fast 30 Seiten, bevor mir die Augen zufielen.

Tja, das war dann unser Wochenende. Irgendwie klappte nichts so wie geplant und dennoch hatten wir einige schöne Momente. Morgen hab ich noch mal Dienst und das Monsterchen geht in die Kita, während der Mann seit heute auf Montage ist. Am Donnerstag fahre ich dann mit meinem Töchterchen zu meiner großen Schwester in die Nähe von Stuttgart. Wir haben uns nun über ein Jahr nicht mehr gesehen und ich freue mich wirklich sehr darauf.

Euch noch eine schöne restliche Woche und bleibt bloß gesund!

Eure Gunzlinger Mum Marika

 

#WiB – einmal Weimar und zurück

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Am Mittwoch nach der Arbeit holte ich das Krümelmonster von der Kita ab und wir brachen gemeinsam Richtung Schweiz auf. Dort besuchten wir Familie R. Mit Mama R und Baby R brachen wir am Donnerstag zur Mittagszeit Richtung Weimar zur Verlobungsparty von Mama R und Papa R auf.

Gegen halb 8 am Abend trafen wir bei Mama R`s bester Freundin ein, wo wir die erste Nacht verbrachten.

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Der Freitag begann regnerisch doch recht gemütlich. Wir frühstückten mit der lieben Freundin und brachen dann mit den beiden R´s und dem Krümelmonster zum einkaufen auf.

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Im Einkaufszentrum angekommen, entdeckten wir einen kleinen Sushistand mit Sushi, dass vollkommen auf rohen Fisch verzichtet. Ungewohnt, doch sehr sehr lecker. Wir teilten uns 6 Rollen mit den Kids und köstliche Fritz-Kola und Fritz-Apfelsaftschorle.

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Nach diesem Festmahl durften die Kids noch zwei Runden mit einem kleinen Karussell fahren. Leider gingen uns die 1€ Stücke aus, sonst wären wir dort wohl noch sehr sehr lange geblieben…

Nach der Karussellfahrt kauften wir dann endlich alles für das gemeinsame Frühstück am Samstagmorgen ein, um dann für ein Päuschen in die Wohnung von Mama R´s Freundin zurückzukehren.

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Während das Krümelmonster noch schlummerte, brachen die beiden R´s für eine weitere Einkaufstour auf. Nach einem kurzen Schläfchen schnappte ich mir dann die Kleene und wir verzogen uns auf den nächsten Spielplatz. Allerdings überzeugte dieser das Krümelmonster überhaupt nicht,

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weshalb wir uns lieber einem kleinem Schaufensterbummel widmeten, bevor wir uns wieder mit Mama R und Baby R trafen. Am frühen Abend kamen dann auch die Urgroßeltern des Krümelmonsters an und wir verbrachten den restlichen Abend auf dem Weimarer Zwiebelmarkt, bevor wir unser Pensionszimmer bezogen.

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Nach einer mehr als nur unruhigen Nacht und einem leckerem Frühstück im Kreise der Familie, spazierten wir alle zusammen in Richtung Zwiebelmarkt. Sowohl Baby R als auch mein Krümelmonster schliefen in der Nacht nur sehr schlecht, weshalb sie den langen Sparziergang zum Fest für einen Mittagsschlaf nutzen.

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Nachdem wir schon fast übers ganze Gelände gewandelt waren, wachte auch das Monsterchen mal auf. Sie genoss die Livemusik, tanzte fröhlich umher, teilte sich mit mir ne Portion chinesische Nudeln (zu meiner Verteidigung: Am Freitagabend kosteten wir schon allerlei von den regionalen Köstlichkeiten), schäkerte mit ihren Großonkeln und hatte einfach viel Spaß.

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Wir wanderten wieder zurück zur Pension, machten uns etwas frisch, empfingen den Revolvermann und machten uns auf den Weg zur Verlobungsparty im Bienenmuseum Weimar.

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Dort kam ich dann in den Genuss der wohl leckersten Schwarzwälder Kirschtorte, die ich je gegessen habe.

Vom Rest der Veranstaltung gibt es nur private Fotos von der Familie und Freunden, die einfach nicht hierher gehören. Ich denke, das kann man gut nachvollziehen.

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Hisilicon Balong

Den Sonntag verbrachten wir dann, nach einem weiterem Frühstück im Kreise der Familie, fast ausschließlich im Auto. Nach 6 Stunden Autofahrt waren sowohl das Krümelmonster als auch ich einfach nur noch platt, sodass wir uns einfach eine Pizza bestellten. Den Revolvermann hat`s gefreut, der kann von Pizza nämlich auch kaum genug bekommen.

Alles in allem war es ein wirklich schönes, aber leider auch sehr anstrengendes Wochenende. Mittlerweile merke ich schon wie sich eine fiese Erkältung ankündigt. Gerade jetzt, nachdem Mann und Kind endlich wieder einigermaßen auf dem Damm sind. Mäh….doof gelaufen.

Euch wünsch ich jedenfalls ne wundervolle Woche.

Alles Liebe

Eure Gunzliger Mum Marika

„Boar, wie kannst du nur?“

Es gibt da etwas, dass regt mich beinahe jeden Tag aufs Neue auf. Etwas, mit dem ich ständig und überall konfrontiert werde. Und nicht nur ich, irgendwie betrifft es uns ja alle oder zumindest die meisten. Man muss nur irgendeine Seite bei Facebook liken oder auch nur vor die Tür gehen, schon kann man das Phänomen beobachten. Vorzugsweise erlebt man es unter Müttern, zumindest scheint es mir so. Ich rede von dem Verhalten gegenüber Andersdenkenden, Andershandelnden, Anderserziehenden, Anderskochenden, Andersspielenden, Andersdaskindbetreuenden. Ich rede davon, dass so viele davon ausgehen, dass nur ihre Art und Weise etwas zu tun die einzig wahre richtige ist, alles andere ist verkehrt und wer doch anders handelt hat sie nicht mehr alle.Wahlweise werden auch gerne eben dieser „Anderen“ bemitleidet.

Ein Beispiel: Eine Seite die sich auf Themen spezialisiert hat, die vor allem Eltern betrifft wie zB das Hinweisen auf Schnäppchen für zum Beispiel Kinderkleidung, postet einen eigentlich harmlosen Spruch. Nehmen wir mal an, es ginge darum, dass sich Mütter von Neugeborenen, Babies und kleinen Kindern schlafen legen, wenn eben die Kinder auch schlafen. Ich hab das beim Krümelmonster immer so gemacht. Sobald sie eingeschlafen war, hab ich mich auch ausgeruht und manchmal hab ich auch etwas geschlafen oder zumindest gedöst. Manche Leute kommentierten ganz ruhig und gelassen, erzählten wie sie es handhabten und warum sie so handelten. Und dann gab es da eben noch die Eltern, die nicht nur lautstark kundtaten wie sie sich dann verhalten. Nein, sie erklärten auch gleich wieso es absolut falsch, albern, doof, unüberlegt etc ist es nicht genau so zu tun. Gerne wurde dann auch erklärt dass man das nur nicht so wie man selbst macht, weil man keine Kinder hat. Bam! Ein Spruch der mich jedesmal zum ausrasten bringen könnte. Warum? Weil das für mich einfach ne Frechheit ist. Genau so wie der allseits beliebte „deine Kinder können einem echt leid tun“. Wie unverfroren muss man denn sein, um solche Sprüche rauszuhauen? Sehr oft wurde auch folgendes genannt: „Ich hab keine Zeit den Haushalt zu erledigen wenn mein Baby wach ist, weil ich es ja liebe und mich deshalb nur mit meinem Baby beschäftige. Ich lass es nicht mal für ein paar Minuten auf dem Spieleteppich liegen, das arme Baby! Wie kann man nur!“ Jaja, die andere Seite war auch nicht gerade nett. „Man kann den Haushalt auch erledigen wenn das Baby wach ist, man verhätschelt sein Kind ja sonst nur. Das Kind muss ja lernen sich selbst zu beschäftigen. Und dann wundern, wenn euch die Kinder später auf der Nase rumtanzen!“

Ich muss ehrlich sagen, ich hab meine Kleene auch mal ein paar Minuten auf dem Teppich liegen lassen während ich den Geschirrspüler ausräumte, Wäsche aufhing etc. Meine Mama gab mir den Tipp mit dem schlafen, wenn mein Kindchen schläft. Und für mich war das genau das richtige. Auch heute legen wir uns alle am Wochenende hin, wenn das Krümelmonster Mittagsschläfchen macht. Danach fühlen wir uns alle wieder fitter und munterer. Aber so ist es nun mal nur für uns das beste. Meine älteste Schwester kann das zum Beispiel gar nicht nachvollziehen. Sie kann tagsüber überhaupt nicht schlafen. Sie erledigte dann eben etwas Haushalt, bügelte, las oder schaute fern. So ist eben jeder unterschiedlich und so muss jeder für sich selbst herausfinden wie es am besten klappt.

Leider versteht das nicht jeder, leider gibt es eben solche Leute die nur die eigene Ansicht akzeptieren können.

Sehr  schön fand ich auch die Diskussion zum Thema Haushaltsführung mit Kind. „Also, bei uns sieht es immer top aus, auch mit x Kindern! Man muss halt nur wollen. Wer seine Faulheit mit Kindern begründet, sollte keine Kinder kriegen!“ vs „Meine Kinder dürfen eben noch Kind sein! Da sieht es eben nicht immer aus wie geleckt! Da liegt auch mal Spielzeug rum, in der Küche steht dreckiges Geschirr im Spülbecken und der Wäschekorb ist mal voll, weil ich eben mit meinem Kind spiele und das viel wichtiger ist als den ganzen Tag zu putzen!“  Sind wir doch mal ehrlich, wenn man Kinder hat fällt mehr Wäsche an, die Wohnung versinkt schneller im Chaos und es kann auch mal vorkommen das irgendwo Spielzeug rumliegt. Manche schaffen es abends noch rasch alles abzuarbeiten was man am Tag nicht geschafft hat und andere „sammeln“ eben die Hausarbeiten bis zu einem ruhigeren oder freien Tag. Man darf auch nicht vergessen das jedes Kind und jede Familie anders ist, unterschiedliche Bedürfnisse und Strukturen hat. In manchen Familien arbeiten beide Eltern Vollzeit, in anderen bleibt einer zu Hause, arbeitet im Homeoffice oder Nachtschicht. Egal wie jemand seinen Haushalt bändigt, es geht mich nichts an. Und ich habe auch nicht das Recht darüber zu urteilen. Ich schaffe es auch nicht immer die Wäsche zu verräumen und räum die Küche auch manchmal erst am nächsten Morgen auf. Bin ich deshalb faul? Oder gar eine schlechte Mutter? Ich denke nicht.

Ein Thema über das man sich auch super streiten kann ist die Ernährung. Mit Zucker? Oder lieber ohne? Fleischlos? Allesfresser? Kaum Fett? Wenig Kohlenhydrate? Ach, es gibt so viel. Und jeder meint es am besten zu wissen. Ganz ehrlich, meine Tochter darf alles essen, aber eben nur in gewissen Mengen. Wir essen nicht jeden Tag Fleisch, aber auch nicht jeden Tag Schokolade. Ich sehe aber keinen Grund ihr Zucker und Süßigkeiten komplett zu verbieten. Es gibt aber Muttis, die das anders sehen. Ich hab zu Frauen und Eltern im allgemeinen die ihre Kinder strikt nach Ernährungsplan füttern meine eigene Meinung, aber die binde ich den Leuten nicht auf die Nase und erkläre ihnen wie falsch sie handeln und das sie sie nicht mehr alle haben. Ja, das durfte ich mir schon anhören als ich sagte das meine Kleene alles essen darf. Ich sei verantwortungslos, hätte keine Ahnung von gesunder Ernährung, mein Kind wird irgendwann sicher süchtig nach Zucker und ich zwinge sie Leichen zu essen. Letztendlich ist es mir schnurzpiepe wie ihr eure Kids ernährt denn ihr müsst euch bei eventuellen Konsequenzen mit den Folgen auseinandersetzen. Ich werde euch deshalb nicht verurteilen oder als schlechte Eltern darstellen und ich wünschte das würden andere auch so handhaben. Ich kann das ewige „Oh mein Gott, wie kannst du nur…?“ nämlich echt nicht mehr hören oder lesen. Wirklich nicht.

Das waren jetzt viele Worte, dabei will ich eigentlich nur auf eines hinaus: Bitte, bitte hört auf mit diesem gegenseitigem runtergemache!  Die Welt ist nicht nur schwarz und weiß, die Welt ist bunt! Es gibt nicht nur eure Sichtweise, es gibt duzende, hunderte, abertausende andere! Es ist toll wenn ihr euren Weg gefunden habt, hinter eurer Meinung steht, wisst welche Ernährungsform für euch die beste ist. ABER: dieser Weg, diese Meinung, dieser Ernährungsform ist deshalb nicht für alle anderen auch die richtige. Wer andere beleidigt oder niedermacht, nur weil man unterschiedlicher Ansicht ist, sollte dringend mal darüber nachdenken wieso er oder sie solch ein Verhalten nötig hat. Fühlt man sich dann besser? Erhaben?  Klüger? Gar allmächtig? Ruft man danach seine beste Freundin an und erzählt ganz stolz „Stell dir vor, vorhin hab ich so ner Mutti erklärt wie der Hase läuft! Die hat das vorher tatsächlich ganz anders gemacht als ich, kann ja nicht angehen! Ihre armen Kinder!“?

Es wäre einfach ratsam daran zu denken, dass man andere so behandelt, wie man selbst behandelt werden möchte. Wenn alle dies so handhaben würden, wäre unsere Welt wohl ein ganzes Stückchen friedlicher (und Facebook, Spielplätze etc ebenso)

In diesem Sinne, immer schön friedlich bleiben

Eure Marika

Urlaub?! Wenn Mama nach den Ferien Ferien braucht

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Manchmal braucht man einfach eine kleine Pause. Bei mir dauerte diese nun einige Wochen an. Es war so viel los, es war so unruhig, es gab so viel zu tun und zu bewältigen, dass ich einfach keine Muse, keine Zeit und auch keine Lust hatte zu bloggen. Ich beschloss allerdings nicht einfach ne Zeit lang nichts zu schreiben, es kristallisierte sich einfach Tag für Tag mehr heraus, dass ich eine Pause brauche.

Doch mittlerweile juckt es mir wieder in den Fingern, mittlerweile hab ich wieder Lust zu bloggen, Bilder zu schießen und euch an meinem Leben teilhaben zulassen. Also erzähle ich euch heute mal was bei uns so los war.

Das Krümelmonster hatte drei lange, sehr lange Wochen Ferien von der Kita. Diese Ferienzeit begann zu allererst damit, dass sie krank wurde. Toll, ne? Dabei hatte ich echt ne Menge geplant. In der ersten Woche, nachdem sie sich wieder erholt hatte, besuchten wir dann unsere Lieblings R´s. Mama R und Baby R bereiteten uns einen tollen Tag mit leckerem Essen und ganz viel Großcousinengekuschel. Wir waren auf dem Spielplatz, spazieren, quatschten und genossen die gemeinsame Zeit.

 

Zwei Tage später trafen wir uns dann mit den Freunden (und deren Mamis) des Krümelmonsters. Wir verbrachten den Nachmittag auf einem neu angelegtem Spielplatz, und picknickten auch dort. Auf eben diesem Spielplatz gibt es auch einen großen eingezäunten Bolzplatz, viel Auslauffläche die man überall gut einsehen kann und einen Volleyballplatz. Wenn die angepflanzten erstmal etwas gewachsen sind, wird das ein wirklich toller Spielplatz. Derzeit herrscht dort nämlich noch sehr wenig Schatten, was das bisher einzige Manko ist.

In der zweiten Woche fuhren ich mit dem Krümelmonster zu meiner Mama. Noch wohnt sie gute 400 Km von uns entfernt, doch wir wollen sie so schnell es geht zu uns holen. Aufgrund dieser großen Entfernung sehen wir sie leider auch nur alle paar Monate. Umso kostbarer sind eben diese Momente, in denen mein Töchterchen mit Oma nicht nur telefonieren, sondern ganz real kuscheln, malen, tanzen und singen kann. Und genau dies taten wir auch.  Zwei wundervolle Tage lang genossen wir es beisammen zu sein. Da ich während der Ferien nur am Wochenende arbeiten kann, konnten wir leider nicht noch länger bleiben.

In der letzten Woche wollten dann mein Töchterchen plötzlich nicht mehr richtig schlafen. Sie rannte immer und immer aus ihrem Zimmer, schlief oft erst gegen 2 Uhr nachts ein und kam um 7 Uhr schon wieder zu mir ins Bett gehopst um mich zu wecken. Zudem geht sie gerade ganz in ihrer Trotzphase auf. Mit voller Begeisterung schmeißt sie sich auf den Fußboden, schreit aus vollem Halse und am allerliebsten sieht sie mich ernst an und sagt ganz trocken: Mama, Ruhe. Sie hat auch wieder damit angefangen Sachen aus dem Regal zu räumen, ihr Spielzeug in der ganzen Wohnung zu verteilen und Zeitschriften etc mit voller Absicht zu zerstören. Ja, so macht der Tag wirklich Spaß.

Oh, sie hat jetzt übrigens auch seit ein paar Tagen ein neues Bett. Kein Babybett mehr, aber auch kein großes Bett mehr. Eben so ein Zwischending – und wir lieben es! Es ist ganz in weiß gehalten und wirklich hübsch. Da kann das Krümelmonster jeden Abend ihr „Bebiiieh“ hineinlegen und es zudecken und sich dann dazu legen, nur um gleich darauf wieder rauszuklettern. Tja, unsere Nächte sind gerade wirklich lustig.

Nun geht sie seit Montag wieder in die Kita und muss die ganzen neuen Eindrücke, die neuen Erzieherinnen und den neuen alten Tagesablauf wieder verarbeiten und verinnerlichen. Ich dagegen für meinen Teil könnte jetzt so ne Woche Urlaub gut gebrauchen. Also, das Krümelmonster geht in die Kita und ich hab frei. Dann könnte ich ein bisschen schlafen, oder aufräumen, oder schlafen, oder ausmisten, oder schlafen…hab ich schlafen schon gesagt? Ich bin müde…. ich glaub ich muss ins Bett. Gute Nacht!

#WiB – der Krümelmonster Geburtstag

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Hach, war das ein schönes Wochenende! Am Freitag wurde unser Krümelmonster also nun endlich zwei und wir feierten irgendwie das ganze Wochenende. Ich hab es sogar ab und an geschafft ein paar Fotos zu machen, allerdings nicht so viele, wie ich eigentlich wollte. Naja, im Kopf hab ich alles abgespeichert.

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Der Geburtstag startete mit einem strahlendem Kindchen, dass über seine Geschenke herfiel und lange mit seiner Eisenbahn spielte. Irgendwie schaffte ich es dann sogar, das Krümelmonster für den Ausflug mit der Kita anzuziehen. Meine liebste Kita-Mama-Freundin (mit Mann und ältestem Sohn, alias liebster Kitacompadre des Krümelmonsters) holte uns ab und nahm uns mit zum Bauernhof.

 

Leider war es furchtbar kalt und wir hatten das Gefühl, es wäre Mitte Oktober, statt Anfang August. Naja, war trotzdem schön.

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Wir erkundeten den ganzen Hof, bestaunten den Traktor, spielten Fußball – und tobten im Matsch!

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Neben dem Teich stand ein großer Eimer Futter, so konnten die Kinder die Tiere füttern, worüber sich auch mein Krümelmonster sehr freute.

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Am coolsten fand ich persönlich ja die Esel. Ganz entspannt standen sie da un ließen sich von uns füttern. Dem Krümelmonster und ihrem liebsten Kitacompadre waren die Tierchen aber nicht ganz geheuer und sie sahen lieber von etwas weiter weg zu.

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Danach gab es ein leckeres Vesper und wir verteilen die für`s Krümelmonster typischen Cookies, die ich am Donnerstagabend gebacken habe. Danach ging es auch schon wieder nach Hause und wir machten erstmal ein langes Schläfchen.

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Zum Abschluss eines wirklich schönem aber auch sehr anstrengendem Tages, gab es  unser Lieblingsessen: Kartoffel (diesmal als Wedges) mit Quark und Leinöl. Anschließend spielten wir noch mit der Eisenbahn, bevor die Kleene schlafen ging.

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Während Mann und Kind schliefen, rotierte ich die halbe Nacht in der Küche. Ich bereitete die Baisers, den Bisquitboden und die Muffins in blau vor. Danach fiel ich todmüde ins Bett.

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Am nächsten Morgen, dem Tag der großen Party, kümmerte sich der Mann um den Haushalt während ich das restliche Essen vorbereite. Das Krümelmonster spielt mit ihrer Eisenbahn und wir freuen uns, dass sie sich so darüber freut.

 

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Die drei R´s kamen bereits eine Stunde vor der Party. Die Männer gingen mit den Kids spazieren und Mama R. half mir beim schnippeln, während ich das Buffet aufbaute. Es gab Baisers in blau, Cookies und Vanillemuffins mit Baiserhaube, Marshmallows, Gummibärchen, Blaubeeren und blaue Weintrauben.

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Nach und nach trudelten die Gäste ein, die Geschenke wurden überreicht, aufgerissen und bestaunt und ich muss sagen, dass ausnahmslos alle wundervolle Sachen schenkten die wirklich super zu unserem Töchterchen passten. Als dann wirklich alle da waren, servierten wir die Torte und futtern bis wir fast platzen.

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Nach dem Kuchen spielen die Kinder mit der Eisenbahn, während wir Eltern miteinander plauderten. Gegen 17 Uhr brachen die Kinder mit ihren Mamas, Papas und Geschwistern auf und die Familie mitsamt Schwiegereltern, Uropa und den drei R´s verzogen sich auf`s Sofa oder den Balkon, um etwas auszuruhen. Gegen 18 Uhr bereitete ich dann mit Hilfe von Mama R das Abendessen vor. Es gab Häppchen, zweierlei Pizza im Miniformat, zweierlei gefüllte herzhafte Pfannkuchen, Tomaten-Mozzarella-Spieße, Couscous Salat, Gemüsesticks, Quark und Hackfleischbällchen. Es war sehr lecker und alle wurden satt. Danach gingen auch die restlichen Gäste und wir verzogen uns in Bett.

 

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Am Sonntag musste ich arbeiten, weshalb ich mich um kurz nach 8 Uhr morgens Richtung Innenstadt aufmachte. Während ich mir also die Hacken wund lief, räumte der Mann die Wohnung auf.  Hach, wie lieb ich ihn hab! Direkt nach Dienstschluss fahren wir mit den Schwiegereltern ins Wildgehege, beobachten Wildschweine, trafen ein Kind aus der Kita und futterten Eis. Danach ging`s wieder nach Hause.

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Zu Hause machen wir alle drei ein Schläfchen. Als wir wieder aufwachten, gelüstete es dem Manne nach Fast Food vom King. Also spazierten wir drei zur nächsten Filiale und kauften dem Krümelmonster ihr erstes Kindermenü. Wir nahmen unser Essen mit nach Hause und futterten ganz gemütlich am Esstisch.

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Anscheinend hat es gut geschmeckt, denn der Teller war am Ende ganz leer. Nach langem Gekuschel und einer Geschichte zur Nacht, schlief unser kleines großes und nun 2 jähriges Mädchen ganz schnell ein.

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Während ich dies hier tippe, gibt es noch ein Stückchen Geburtstagstorte. Das Wochenende war wundervoll, großartig, gemütlich, anstrengend und einfach toll. Jede einzelne Sekunde war die ganze Arbeit im Vorfeld definitiv wert. An dieser Stelle auch ein riesiges Dankeschön an Mama R., die mir wirklich eine große Hilfe war und alle Gäste, Freunde und Familie die so kräftig mit uns feierten und sich mit uns freuten, dass es unser Krümelmonsterchen gibt. Mein kleiner Schatz, wir lieben dich über alle Maßen und freuen uns jeden Tag aufs Neue, dass wir uns deine Eltern nennen dürfen. Nun murmle ich mich in mein Bett und freue mich darauf dich morgen früh wieder im Wohnzimmer mit deiner Eisenbahn spielen zu sehen.

 

Ich hoffe euer Wochenende war auch so wundervoll wie unseres und ihr habt ganz viel Zeit mit euren Lieben verbracht.

glückliche und müde Grüße

eure Marika

Wie man einen Krümelmonster Geburtstagfeiert – Teil 4

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Die Geschenke

Nun sind es nur noch 4 Tage, bis unser Krümelmonster 2 wird und noch 5 Tage, bis die große Sause steigt. Deshalb gibt es heute den 4. Teil der Partyvorbereitungen, der sich rund um die Geschenke dreht. Ich zeige euch heute natürlich nicht alle Geschenke, schließlich wird sie nicht nur von Mama und Papa beschenkt. Doch das Geschenk von meiner Mama ist auch schon dabei, da ich dies immer für sie besorge.

Wie ich ja schon das ein oder andere Mal am Rande erwähnt habe, steht die diesjährige Party unserer Tochter ganz unter dem Motto Krümelmonster. Deshalb bekommt sie von meiner Mama ein Krümelmonster T-Shirt und einen Krümelmonster Pyjama. Passend dazu gibt es auch noch ein blaues Tüllröckchen, damit sie auch äußerlich am Tag ihrer Party wie ein Krümelmonster aussieht. Das Shirt und den Pyjama hab ich bei MyToys erstanden, das Röckchen bei Amazon.

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Ich habe sehr lange gesucht, bis ich mit den Kleidungsstücken vollkommen zufrieden war. Die meisten T-Shirts waren einfach nicht besonders hübsch oder einfach rosa. Rosa! Ein Krümelmonster T-Shirt in rosa! Könnt ihr euch das vorstellen? Furchtbar! So hab ich also Sachen bestellt, die für Jungen angepriesen waren. Und wisst ihr was? Es ist mir vollkommen egal was drauf steht. Meine Tochter darf auch blau tragen, oder grün, oder schwarz, oder lilablassblau mit gelben Punkten. Soviel dazu.

Da sowohl mein Mann als auch ich große Zocker sind und ich das Life is Strange LP vom lieben Gronkh einfach nur liebe und ich mir auch ein passendes Shirt bestellt habe, bekommt die Kleene auch noch folgendes hübsches Teil:

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Ja, ein wenig albern ist es ja schon, allerdings halte ich es nicht für alberner als pinke Kleidchen mit Rüschen und Glitzer. Also was solls.

Was auch bei keinem Geburtstag fehlen darf, ist ein Buch. Ich war seit jeher eine Leseratte und bisher teil mein Töchterchen meine Leidenschaft für Bücher. Sie sitzt manchmal stundenlang auf dem Sofa und schaut sich ihre Bücher an. Immer und immer wieder, bis diese fast auseinander fallen. Darum sorgen wir regelmäßig für Nachschub. Dieses Jahr bekommt sie einen absoluten Klassiker. Sie wird die Geschichte noch lange nicht verstehen, aber sie wird die wunderschönen Bilder lieben und jede einzelne Minute genießen, die wir mit ihr verbringen, um das Buch anzusehen und zu lesen.

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Das Hauptgeschenk wird dieses Jahr etwas ganz tolles: Eine Holzeisenbahn! Jedes mal wenn ich mit dem Krümelmonster im letzten Jahr im Spielzeugladen unseres Vertrauens war, um für meine Neffen und Nichten einzukaufen, spielte sie ganz verzückt im ersten Stock des Ladens mit der Brio Eisenbahn. Und weil sie sooo viel Freude daran hat, die Eisenbahn wirklich schön gearbeitet und gut erweiterbar ist (und Mama und Papa Eisenbahnen auch lieben), entschieden wir uns dafür, ihr eine zum Geburtstag zu kaufen. Da das Paket sehr groß ist, ließ ich es direkt im Laden einpacken und konnte es daher nicht für euch fotografieren. Dafür hab ich die Box bei Amazon rausgesucht, falls es denn den ein oder anderen brennend interessiert. Klick hier!

Heute kam auch schon das Päckchen der Großeltern meines Mannes an und ich hab es auch gleich eingepackt, so wie ich auch alle anderen Geschenke nun komplett verpackt habe. Die Deko ist auch fertig und ich werde gleich noch überlegen, was genau ich zu essen servieren will. Ich bin schon ganz aufgeregt und kann den Geburtstag kaum noch erwarten. Nur noch ein paar Tage, yeah!

Aufgeregte Grüße

Eure Marika

 

Wie man einen Krümelmonster Geburtstag feiert – Teil 3

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Die Geschenktütchen

Ok, Geschenktütchen sind wohl das falsche Wort für das was ich da zusammengebastelt habe. Total megacoole selbstbemalte Krümelmonstertaschen trifft es wohl eher. Jaha, ich hab sogar die Taschen mit dem Partylogo versehen! Aber komischerweise sagt mir noch keiner das ich es übertreibe. Also kann ich fröhlich weiter basteln, planen und Geschenke einpacken. Juhu!

Ich hab zwei Wochen lang im Internet und allen örtlichen Geschäften nach kleinen Papiertütchen in einem schönen Blau gesucht, doch bin nirgends fündig geworden. Entweder waren alle Tüten voll mit Mustern und Bildern die absolut nicht zum Motto passten, oder waren schlichtweg hässlich. Also überlegte ich mir, ganz schlichte weiße Tüten zu besorgen und diese passend zu gestalten. Doch auch weiße Taschen fand ich nicht…Ich war kurz vorm verzweifeln. Doch dann fand ich letzt Woche durch Zufall im Bastelladen meines Vertrauens, kleine Stoffbeutel und mein Kopf platze plötzlich nur so vor Ideen. Ich kaufte noch zwei passende Stoffmalstifte im perfekten Blau und sattem Schwarz und rannte quasi nach Hause, um anzufangen.

Zu meinem Glück habe ich die Schablone der Geburtstagseinladungen aufgehoben, so konnte ich sie auch für die Stofftaschen benutzen. Ich legte sie also auf und zeichnete die Konturen mit einem schwarzen Buntstift nach. Danach malte ich die Augen und den Mund erst auf und dann aus.

Anschließend malte ich das Monsterchen nur noch aus. Leider kommt die Farbe auf dem Foto nicht so richtig rüber, dabei ist das Blau wirklich einfach nur perfekt.

 

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Von diesen hübschen Taschen kreierte ich nun also 4 Stück, für jedes Kind eine. Befüllt werden sie dann erst am Geburtstag kurz bevor die Gäste erscheinen, da ich unter anderem frischgebackene Cookies hineinpacke. Ansonsten gibt es für jedes Kind ein paar Luftballons und diese hübschen Sachen:

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Jeder bekommt ein Fläschchen Seifenblasen, weil jedes Kind Seifenblasen liebt, eine Packung Buntstifte, von denen kann man ja nie genug bekommen, die Kekse die in die blaue Schachtel kommen und ein paar Gummibärchen. Ich glaub das ist als Gastgeschenk für Kleinkinder vollkommen ausreichend, wobei wohl die Tasche das eigentliche Geschenk sein wird, da man so nen kleinen Stoffbeutel doch wirklich immer gebrauchen kann.

Ich hoffe unsere kleinen Gäste freuen sich darüber und werden bei der Party ne Menge Spaß haben. Beim Krümelmonster bin ich mir da ganz sicher. Sie genießt es viele Leute um sich zu haben, mit ihrer Babycousine und ihrem liebsten Spielkameraden M. zu toben und Kuchen zu futtern.  Also, was sollte da noch schiefgehen?

Das nächste Mal zeig ich euch dann was wir unserem Töchterchen schenken. Ich pack jetzt mal ne Runde Geschenke ein. Nur noch eine Woche – wuhu!

Freudige Grüße

herzlichst, eure Marika

Jeden Tag ein Stückchen mehr

In ein paar Tagen wird das Krümelmonster zwei und das bringt so manche Veränderung mit sich. Nicht sofort, aber allmählich. Manche ganz langsam und schleichend, manche offensichtlich, weil sie am Anfang Hilfe benötigt und einiges geschieht so abrupt, dass wir nur noch staunen können. Jeden Tag aufs neue wundern wir uns darüber, was für ein großes Mädchen da plötzlich mit am Tisch sitzt, was einerseits sehr schön, andererseits auch manchmal etwas erschreckend ist. Aber fangen wir von Anfang an an:

Seit einem Jahr setzen wir das Krümelmonster immer mal auf den Topf. Manchmal klappte es, dann brachen wir in Begeisterungsstürme aus. Oft jedoch passierte nichts, was ja überhaupt nicht schlimm ist. Vor ein paar Tagen jedoch kam sie zu mir und sagte „Mama Pipi“. Ich fragte sie, ob sie aufs Töpfchen möchte und sie bejahte nur. Ich zog sie also aus und setzte sie drauf und zack, es funktionierte! Das wiederholte sich dann immer wieder. Eines Tages wurde das Pipi dann ersetzt. Seitdem ist das erste, das sie zu Hause tut, sich auszuziehen und ihr Töpfchen ins Wohnzimmer zu stellen. Im Bad fühlt sie sich nämlich nicht wohl, da es sehr beengt ist. Jetzt geht sie zu Hause nur noch aufs Töpfchen und rennt einfach so durch die Gegend, wie sie einst auf die Welt kam. Nachts hat sie zwar eine Windel an, allerdings muss das Töpfchen immer neben dem Bett stehen, damit sie bei Bedarf dann darauf gehen kann. Sie kommt dann zu mir rüber, sagt mir bescheid und ich mach sie bzw ihren Thron sauber. Und es klappt! Nur in der Kita noch nicht, an diese Umgebung gewöhnt sie sich dann eben wenn sie soweit ist, wir drängen sie nicht.

Apropos Bett: seit etwa zwei Monaten sind das Bettgitter geöffnet. Manchmal nutzt sie das natürlich aus, kommt immer wieder aus ihrem Zimmer und will spielen. Doch meistens schnappt sie sich einfach ein Büchlein, kuschelt sich ins Bettchen und „liest“ ihrer Feli (einer Plüschkatze von IKEA) und ihrer Püppi Krümel etwas vor. Wir haben diese Woche ein neues Buch mit Kurzgeschichten besorgt, da wir alle anderen schon mehrfach durchgeblättert haben und lese ihr nun jeden Abend etwas daraus vor. Und wir alle genießen diese ruhigen Minuten am Abend. Vor allem das Papa sich immer die Zeit nimmt um die Kleene ins Bett zu bringen. Oft ist er abends ja nicht da, deshalb sind diese Momente umso kostbarer.

Sie steckt übrigens gerade mitten in der Trotzphase. So richtig mit auf den Boden werfen und rum heulen, weil es nicht nach ihrem Willen geht. Oder mit Sachen durch die Gegend werfen, das kann sie auch gut. Oder sie kippt mal eben aus versehen den Teller um, damit alles auf den Boden fällt.  Das Regal mit einer Handbewegung ausräumen, kann sie auch wie ein Profi. Da müssen ja leider alle Eltern mal durch, also auch wir.

Wenn sie dann oft genug auf ihrem Thron saß, alle Regale ausgeräumt hat und noch keine Schlafenszeit angebrochen ist, ist sie sehr anhänglich. Und ich mein das absolut positiv! Jedes Küsschen, jede Umarmung, jedes herzerweichende „Mamaaaaaa!“ genieße ich in vollen Zügen. Zudem will sie in jede noch so kleine Aktion aktiv eingebunden werden. Wenn Mama kocht, möchte sie umrühren oder die Milch holen etc. Wenn ich das Bad putze, möchte sie mir beim ein- und ausräumen des Badezimmers helfen. Wenn Papa sich etwas zu trinken eingießt, steht sie mit ihrem Becher daneben. Räumt er den Müll zusammen um ihn runterzubringen, sucht sie nach rumliegendem Altpapier. Die Momente in denen sie für sich alleine sein will, sind derzeit komplett auf 0 gesunken. Sie möchte immer ganz nahe bei Papa oder Mama sein, kuscheln, erzählen, spielen, kitzeln, Grimassen schneiden, basteln, malen….einfach den Moment genießen.

Im Moment passiert einfach so unglaublich viel. Bei uns, in der Kita, in ihrer Entwicklung. Das alles zu verarbeiten ist für so ein kleines Monsterchen wohl auch nicht unbedingt leicht. Es ist also kein Wunder, dass sie so an uns klebt und sogar nachts manchmal zu uns gehuscht kommt. Und wenn sie sich dann so an mich kuschelt und friedlich schläft, sehe ich mir mein kleines großes Mädchen genauer an und erkenne, wie sehr sie sich auch äußerlich verändert hat und erschrecke. Und dieses große, hübsche Mädchen, das schon so vieles kann und so wissbegierig und verschmust ist, befand sich vor zwei Jahren noch in meinem Bauch. Und nun liegt sie hier und träumt vom nächsten Tag in der Kita und der nächsten Portion Eiskrem.

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Melancholische Grüße

Eure Marika