Ach, waren das schöne Tage! Wie ich ja bereits vor einigen Tagen erwähnte, bekamen wir von Mittwoch auf Donnerstag Besuch vom Tantchen und Cousinchen. Sie reisten Mittwoch116 Abend an, ich kochte uns etwas leckeres und wir quatschten ganz viel. Mein Krümelmonster durfte da auch ausnahmsweise länger wach bleiben und mit dem „Bebieh“ spielen und kuscheln.

Gestern Vormittag gegen halb 8 machte sich das Tantchen dann zu ihrem Termin auf den Weg und ich blieb mit ihrer 8 Monate alten Tochter und meiner 1 1/2 jährigen zurück. Die Mädels schliefen erst mal noch ein bisschen und ich genoss die Ruhe und sah etwas fern. Die Ruhe vor dem Sturm war himmlisch. Nach 2 Stunden war die dann aber vorbei und dann ging es los….Unser Cousinchen ist nun mal noch so klein und ist es gewöhnt, die ganze Zeit bei Mama zu sein. Und plötzlich ist diese weg und da ist dann nur dieses kleine Mädchen das die ganze Zeit mit einem spielen will, Spiele, die man noch gar nicht beherrscht. Und da ist diese Frau die ich kaum kenne aber eigentlich ganz gerne mag. Sie war einfach überfordert und suchte ihre Mama.

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Am Anfang klappte eigentlich auch alles noch ganz gut: die beiden spielten auf dem Sofa, die Kleene zeigte ihrer Großcousine ihre Spielsachen und ihr Buch mit Musik, deckte sie zu, streichelte ihr das Köpfchen, gab ihr Küsschen, brachte ihre und die eigene Windel zum Balkon (das ist einfach ihre Aufgabe und die macht ihr auch richtig Spaß) und sagte ständig nur „Bebieh, Bebieh!“. Ich war richtig überrascht, wie toll sie auch über einen längeren Zeitraum mit dem Zwerg umging. Aber irgendwann machte das Baby einfach nicht mehr mit. Sie fing an zu schreien und nichts konnte sie beruhigen. Sie wollte nicht essen, trinken, spielen, in der Wippe sitzen (als wir das versuchten, schaukelte sie mein großes Mädchen ganz sanft auf und ab), krabbeln oder irgendetwas anderes. Sie wollte nur auf meinem Arm sitzen und sich an mir festkrallen. Es ist eben etwas anderes, ob man das eigene Kind beruhigt oder „nur“ ein verwandtes. Ich hab die kleine wahnsinnig lieb, aber dieses Dauergeschrei zerrte ganz schön an den nerven. Zudem war ja auch noch mein Krümelmonster, dass plötzlich nicht mehr die ganze Zeit auf Mama rumturnen konnte, weil da eben das Baby war. Sie kuschelte sich trotzdem die ganze Zeit an mich, wollte aber trotzdem auch hochgehoben werden, was einfach in diesem Moment nicht möglich war. Sie sah so traurig aus und verstand einfach nicht, was da jetzt los war.

Doch sie schlug sich tapfer. Als mir der Arm schwer wurde und ich R. mal kurz in die Wippe lag, saß sich meine Prinzessin sofort daneben und versuchte sie zu bespaßen, zu wippen und aufzumunter – und das mit 1 1/2!. Kurz darauf saß R. dann auf meinem Schoß und verspeiste irgendwelche Getreidebällchen und ne getrocknete Birne. Ihr schien es zu schmecken, doch sie saute sich eben auch ganz schön ein. Immer wenn ihr etwas runter fiel, stand meine Kleene bereit und hob es für sie auf um sie zu füttern. Sie holte mir sogar die Feuchttücher, damit ich das gröbste Chaos beseitigen konnte. Sie brachte ihr auch immer wieder ihre Milchflasche, weil sie dachte sie hätte Durst. Das klingt jetzt vielleicht albern, aber sie war mir gestern eine große Hilfe und ich bin mächtig stolz auf sie. „Bebieh aua?“ das fragte sie mich zweimal, weil die kleine eben so laut und herzzerreißend weinte. Sie wollte ihr dann immer wieder ihren Nuckel geben, doch R. hat einfach kein so großes Saugbedürfniss wie mein Krümelmonster.

Um etwa viertel nach 1 kam mein Tantchen dann endlich wieder und ihre Tochter strahlte über beide Ohren. Ich schnappte mir dann als erstes mein riesengroßen Mädchen, lobte sie und kuschelte mit ihr. Auch von unserer Tante gab es ein großes Lob. Sie wollte mich dann jedoch den Rest des Tages kaum noch loslassen, verübeln kann ich ihr das nicht. Wir gingen dann alle noch kurz einkaufen und liefen die kurze Strecke bis zum Kaufland. Die frische Luft und die Sonne tat uns gut und mein riesengroßen Mädchen durfte sich eine Tüte Gummibärchen mitnehmen, die sie auch ganz stolz Heim trug. Ich finde, die hat sie sich redlich verdient. Ich bug für alle Pancakes, die wir dann mit Nutella und Banane oder Honig verschlungen und die zwei Mädelstage so gemütlich ausklingen ließen. Auch wenn die Kleine so viel geweint hat, würde ich doch jederzeit wieder auf sie aufpassen, denn sie ist ansonsten ein so liebes Kind und meine Kleene hat sich ja echt prima als große Schwester für einen Tag bewährt.

Dafür schlief sie in der Nacht dann echt mies. Sie tat vor 10 Uhr kein Auge zu und wurde mehrfach wach und wollte einfach ein bisschen mit mir kuscheln. Also hatte sie der Tag dann doch etwas mitgenommen. Weil ich mir sowas schon dachte (Mamas haben sowas einfach im Urin, hihi ;)) hatte ich mein Krümelmonster auch für heute im Vorfeld in der Kita abgemeldet – und das war auch gut so! Den ganzen tag klebte sie an mir und wollte noch viel mehr kuscheln als sonst. Sie ist auch sonst sehr verkuschelt, aber heute konnte ich nicht mal mehr alleine pinkeln gehen, ohne das sie auf meinem Schoß sitzen wollte. Sie machte heute auch zwei Schläfchen, also ich auch. 2×2 Stunden, sie war also echt fertig mit der Welt.

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Am späten Nachmittag kochte ich uns dann einen Schokopudding mit meinem heißgeliebten Thermobaby, aber sie aß kaum etwas. Vielleicht war sie auch noch von der riesigen Portion Spaghetti Bolognese satt, die sie zum Mittagessen verschlang. Ja, verschlang scheint mir das richtige Wort zu sein. Das Spaghettischlürfen klappt auch von mal zu mal besser. Wir ließen den Tag dann noch mit je einem Anruf bei Opili und meiner Mama ausklingen und um 7 ging sie ohne murren ins Bett und schlief sofort ein.

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Ich gönnte mir eine Maske, ein Schaumbad, gleich noch Mani- und Pediküre und ein bisschen Schokopudding. Hihi. Übrigens bin ich immer noch hin und weg von meinem neuen Shampoo. Oder wie es Pia von dailypia.de sagen würde: Große John Mitchell Liebe ❤

In diesem Sinne euch einen schönen Abend und bis bald

Eure Marika

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