Heute ist Muttertag, der zweite den ich selbst als Mama erleben darf. Und ich bin nicht irgendeine Mama, sondern deine Mama. Und du hast gar keine Ahnung wie glücklich und stolz mich das macht. Es ist so oft so anstrengend, so oft könnte ich heulen weil du mich zur Verzweiflung treibst, weil du zum hundertsten mal versucht das Bücherregal auszuräumen, du mit Absicht Sachen auf den Boden schmeißt die danach kaputt gehen, du überall rauf kletterst, mir den Tisch abräumst, das Essen rumschmeißt, laut schreist, an meinen Haaren ziehst und unbedingt deinen Willen durchsetzen willst. Doch viel öfter bin ich einfach nur glücklich und super stolz auf dich. Denn du kannst schon so viel! Beinahe 40 Wörter sprichst du, du hilfst mir beim Wäsche aufhängen, räumst das Badezimmer mit leer, wenn ich es putzen will, rennst mit einem feuchten Tuch zum Regal und willst es säubern, du schaffst die leeren Milchtüten und Verpackungen von der Küche zur Abstellkammer, räumst unsere Schuhe ins Schuhregal, räumst dein Zimmer auf, bringst deine Windel raus und und und…Klar, ich muss das Regal nach säubern, die Abstellkammer aufmachen und die Milchtüte in den gelben Sack schmeißen und die Wäsche selbst auf den Ständer hängen, aber du gibst dir so viel Mühe dabei freust dich so sehr wenn ich mich bei dir für deine Hilfe bedanke und dich lobe, dass es mir fast das Herz zerspringen mag.

Du wirst nun bald 2 Jahre alt und ich plane jetzt schon, wie ich deinen Geburtstag zu einem unverwechselbaren Tag verwandeln kann. Du hast für deinen Papa ein wunderhübsches Häuschen aus Salzteig gebastelt und mir ein bezauberndes Herz mit Knutschis drauf und uns beides je am Vater- bzw Muttertag überreicht. Du strahlst über beide Ohren wenn wir dich abholen oder sogar Oma und Opa besuchen. Du gehst mit deiner kleinen Großcousine so liebevoll um, als wäre sie dein größter Schatz. Du teilst so gerne deine Leckereien, selbst wenn du nur noch ein Stückchen Schokolade in der Hand hältst. Du schreist jedes mal vor Freude, wenn dein Papa nach Hause kommt. Und du liebst es in der Wanne zu planschen und würdest am liebsten stundenlang mit deinen Quietscheentchen spielen. Von deiner heißgeliebten Schaukel will ich gar nicht erst anfangen zu reden.

Bei all diesen schönen Sachen, ist es ein bisschen leichter die schlechten Zeiten zu ertragen. Und von diesen gibt es leider einige, wie wo bei allen Kindern. Auch die Schwangerschaft war ein Graus….am Ende konnte ich mich kaum noch bewegen Ich konnte nicht richtig laufen, nicht stehen, nicht liegen, nicht sitzen. Kurz nach dem Entbindungstermin hielt ich es dann nicht mehr aus und die Geburt musste eingeleitet werden. 37 Stunden lang kämpften wir mit wiederkehrenden und verschwindenden Wehen, bis plötzlich kaum noch Herztöne zu hören waren. Ich bekam Panik und hatte wahnsinnige Angst um dich. Währenddessen sank mein Puls immer mehr und man beratschlagte sich über einen Kaiserschnitt. Um 21 Uhr wollte unsere Hebamme dann nur schnell etwas trinken, als du dein Köpfchen durch den Muttermund schobst. Ich sagte deinem Papa bescheid und er rannte ihr hinterher. Sie kam zurück und wollte mich ungläubig untersuchen, als sie schon dein Köpfchen sah. Da war es 21:10 Uhr. Um 21:14 Uhr warst du dann da, lagst in unseren Armen und lauschtest unseren Stimmen und deiner Spieluhr. Dein Papa weinte vor stolz und ich wusste gar nicht wohin mit all meinen Gefühlen.

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Wir bekamen im Krankenhaus ganz viel Besuch von deinen ganzen Onkeln und Tanten. Sie sind vielleicht nicht mit uns verwandt, doch sie haben dich genau so lieb wie unsere Geschwister. Ich weiß noch, als Onkel „Gigi“ sich über dein Bettchen beugte und leise „Slayer“ zuflüsterte. Scheint gewirkt zu haben, denn du konntest headbangen bevor du laufen konntest. Außerdem kannst du mit Kindermusik nicht wirklich was anfangen. Wir haben es jetzt mehrfach versucht, wirklich! Aber irgendwie läufst du da immer ganz gelangweilt aus dem Raum. Aber wenn Papa seine Musik anmachst, gehst du ab wie Schmitz‘ Katze. Danke, Onkel Gigi ;).

Nun liegst du in deinem Bettchen und schläfst mit deiner heißgeliebten Kuschelkatze im Arm. Morgen holt dich deine Oma von der Kita ab und du darfst den ganzen Nachmittag bei ihr, deiner Tante und den richtigen Miezekatzen verbringen. Du freust dich schon sehr darauf, auch wenn du uns abends wieder kreischend und voller Freude um den Hals fallen wirst. Und ich werde dich zu diesem Zeitpunkt schon wieder wahnsinnig vermisst haben, obwohl ich die Zeit mit meinen Freunden morgen im Europapark sehr genießen werde. Und wenn wir morgen nach Hause kommen, gibt es ein leckeres Käsefondue und zum Nachtisch eine Zuckerwatte. Selbstgemacht, versteht sich. Ich freu mich darauf! Ich freu mich auf viele weitere Jahre mit dir und deinem Papa, darauf dich aufwachsen zu sehen und die Welt mit dir zu erkunden. Ich liebe dich über alles und egal welchen Weg du auch beschreiten magst, ich stehe hinter dir. Ob du nun eine Lehre machen willst oder lieber studierst, eine Familie gründest oder durch die Welt tourst, ich bin da und werde dir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Nun schlaf gut und träum süß, mein kleines Krümelmonster.

Deine Mama

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