In den letzten Jahren ist so viel passiert, es gab so viel Mist den wir bewältigen mussten. Wir kämpften, immer und immer weiter. Wir versuchten Lösungen zu finden, Wege um miteinander alles zu schaffen. Wir redeten, stritten, litten, weinten und irgendwann kam der Punkt, an dem wir uns eingestehen mussten, dass wir gescheitert sind. So viel haben wir zusammen erlebt, so viel geschafft und doch hat es am Ende einfach nicht sollen sein. Doch seit wir uns dies eingestanden haben und dieser Moment liegt nun schon einige Wochen zurück, geht es uns besser. Wir lachen wieder, fühlen uns einfach freier, gehen wieder lockerer miteinander um. Wir gehen ruhig und sachlich an die Sache ran, ohne Streit und Kummer. Wir reden sehr viel über alles, darüber wie es weitergeht, wie wir das Krümelmonster mit der neuen Situation vertraut machen wollen, wie wir all das was wir uns zusammen angeschafft haben aufteilen wollen.

Und doch tut es weh, fühlt es sich an wie Versagen. Die Reaktionen darauf waren sehr gemischt. Von Tränen über Unverständnis und der Frage ob es sich denn nicht zu kämpfen lohne. Alle wissen auch noch nicht von unserer Trennung, keine Ahnung warum. Vielleicht, weil es weh tut immer und immer wieder die gleichen Fragen zu beantworten. Vielleicht, weil man manchmal nicht erklären soll wieso es scheiterte, ohne schlecht über sich selbst oder den Menschen zu reden, den man einst mehr liebte als sich selbst.

Doch nun heißt es den Kopf zu heben, nach vorne zu schauen, zu überlegen wie man sein Leben weiter leben möchte. Es gab etwas, dass war direkt klar: Ich hole meine Mama zu uns. Meiner Mama geht es gesundheitlich nicht sonderlich gut, zudem wohnt sie einfach sehr weit weg. Wir sehen sie kaum und sie fehlt mir unfassbar dolle. Also wird das hier bald eine drei Generationen Wohnung. Und ich freue mich so sehr darauf!

Bevor die ganzen Umzüge anstehen, kommt erst mal Weihnachten und Silvester und die Besuche meiner beiden hinreißenden Schwestern. Wir hoffen auf Schnee und eine wundervolle und besinnliche Zeit. Und ja, wir feiern zusammen und das soll auch so bleiben, schließlich sind wir auch nach der Trennung immer noch Eltern und unser Krümelmonster soll großartige Weihnachten erleben. Wir versuchen auch weiterhin an einem Strang zu ziehen, als Eltern gemeinsam zu fungieren. Sie soll nie das Gefühl haben sich entscheiden zu müssen oder dass nur einer von uns für sie da ist. Denn sie ist das kostbarste das wir haben, das schönste Geschenk das man nur erhalten kann, das wundervollste, schönste, aufregendste, verrückteste, atemberaubendste, klügste, niedlichste, verschmustestes kleine Wesen das mir je begegnet ist. Sie ist eben unsere Tochter, auch wenn wir bald nicht mehr Mann und Frau sind.

 

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