Eigentlich wollte ich ja gestern nach der Kita mit der kleinen in die Stadt fahren, kurz ein wenig Putzzeug einkaufen und dann den Heimweg einschlagen. Eigentlich…denn kaum dass wir die Kita verlassen hatten, schlug das Krümelmonster einen völlig anderen Weg ein. „Mama, da lang!“ rief sie und zeigte in Richtung des katholischem Kindergarten, neben dem eine Bushaltestelle liegt an der wir oft einsteigen. Ich nahm also an, dass sie dies vorhatte und gab ihr nach. Doch vor dem Kindergarten bog sie auf einen steilen Weg hinab, der zu ihrem Lieblingsspielplatz führte. Es war also klar wohin sie wirklich wollte.

In den letzten Wochen kamen solche Ausflüge aus mehreren Gründen einfach zu kurz. Krankheiten, Stress, Arbeit, das miserable Wetter. Es gab immer einen Grund warum der Spielplatz flachfallen musste. Deshalb warf ich kurzerhand meine Pläne über den Haufen, nahm das Krümelmonster an die Hand und rannte mit ihr zum Spielplatz. Es war herrlich! Sie lachte aus vollem Halse und rief dabei die ganze Zeit „Schneller! Schneller!“ Der Wind blies uns um die Köpfe, ein paar einzelne Sonnenstrahlen verirrten sich zwischen den Wolken hindurch zu uns und wir genossen den Rausch der Geschwindigkeit. Und auch wenn ich mich wiederhole: Es war so, so, soooo herrlich!

Wir tobten auf allen Geräten herum, schaukelten, rutschten und kletterten. Dabei quiekte sie die ganze Zeit vergnügt und ab und an stürzte sie auf mich zu und fiel mir um den Hals um mir ein Küsschen zu schenken. Es tat so gut sie so unbeschwert zu sehen, wie sie lachte und strahlte und gefühlte 385696234560 mal die Rutsche hinunter sauste. Der img_20161115_150905Spielplatz an sich ist in zwei Teile aufgeteilt: Der Bereich für die Kleinkinder und der Teil für die größeren. Im zweiten Bereich gab es eigentlich dieselben Geräte wie im ersten, nur dass sie eben höher waren. Nachdem wir also lange auf dem kleinen Klettergerüst herumgetollt sind, wollte das Krümelmonster unbedingt aufs große Gerüst. Ich hatte zuerst Angst und dachte dass dies einfach noch zu hoch für sie wäre. Doch nach anfänglichen Schwierigkeiten schafften wir es mit vereinten Kräften, dass Krümelmonster hinauf zu bugsieren. Ich kann euch gar nicht sagen wir stolz wir beide in diesem Moment waren. Die Kleene sprang freudig hoch und ab und rutschte mit lautem Geschrei hinab. Immer und immer wieder wollte sie das wiederholen und das tat sie auch.

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Nach weit mehr als einer Stunde brachen wir dann aber doch langsam auf. Leider fuhr in der nächsten Zeit kein Bus, weshalb wir laufen mussten. Wir hatten ein ganzes Stückchen Weg vor uns, doch das Krümelmonster schlug sich wacker. Wir liefen am Rheinufer entlang und genossen den herrlichen Blick über den Fluss. Immer wieder blieben wir stehen und sahen uns um, atmeten tief durch und genossen diesen schönen Moment. Für den Rückweg brauchten wir fast eine dreiviertel Stunde. Mal lief die Kleene an meiner Hand, mal trug ich sie damit sie ihre kleinen Füßchen ausruhen konnten. Kurz bevor wir die Stadt erreichten, gähnte sie dann zum ersten mal – und ich gleich mit. Wir waren beide schon müde, doch ein paar Dinge musste ich einfach noch erledigen.

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Im DM unseres Vertrauens war dann jegliche Müdigkeit wie weggeblasen. Die Kleene stürzte sich auf einen Einkaufswagen für Kinder und rannte quiekend durch den Laden. Sie freute sich über jede Waschmittelpackung und jeden Haushaltsschwamm den sie in den Wagen legen durfte. Kurz bevor wir die Kasse erreichten, entdeckte sie eine Packung Gummibärchen, blinzelte mir zu, lies hier liebstes „Bitteschön!“ erklingen und schnappte sich vor Freude strahlend eine Packung, die wir auf dem Heimweg gemeinsam vernaschten.

Nach all dieser Aufregung, dem großen Spaß auf dem Spielplatz und dem langen Fußmarsch, beschloss ich das Krümelmonster noch zu einer heißen Schokolade in dem Bistro einzuladen, in dem ich arbeite. Das machten wir beide oft so, wenn wir in der Stadt waren um einzukaufen. Wir ließen den Tag also ruhig und beschaulich dort ausklingen, die Kleene durfte wieder dabei helfen Tische abzuräumen und wir beide fielen am Ende des Tages glücklich und müde ins Bett. Zwar nur bis Mitternacht, aber das ist eine andere Geschichte….img_20161115_151525

Heute und morgen darf das Krümelmonster übrigens zu Hause bleiben. Einfach weil ich frei habe und basteln, kuscheln, malen, zusammen kochen und lesen will. Es wird sicher  bald wieder genug stressige Zeiten geben, in der ich nicht mal eben wieder um vier Stunden unseren Tagesplan verschieben kann, da muss ich die Zeit jetzt doch umso intensiver nutzen.

Euch noch einen schönen Abend

Eure Gunzlinger Mum Marika

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